12. April 2025 Pflege , Ausbildung

Digitalisierung in der Pflege: Neue Kompetenzen für Auszubildende

Pflegefachkraft mit Tablet am Patientenbett

Die Digitalisierung hat längst Einzug in den Pflegeberuf gehalten. Von der elektronischen Patientenakte bis hin zu Pflegerobotern – digitale Technologien verändern den Arbeitsalltag von Pflegefachkräften grundlegend. Für Auszubildende bedeutet dies, dass sie neben den klassischen Pflegekompetenzen auch digitale Fähigkeiten erwerben müssen.

Elektronische Dokumentation

Die papierbasierte Dokumentation gehört in modernen Einrichtungen der Vergangenheit an. Stattdessen erfolgt die Pflegedokumentation über spezielle Software oder Apps:

  • Erfassung von Vitalparametern
  • Dokumentation von Pflegemaßnahmen
  • Medikamentenmanagement
  • Wunddokumentation mit digitalen Fotos

Auszubildende müssen lernen, diese Systeme effizient zu nutzen und gleichzeitig den Datenschutz zu wahren.

Telemedizin und Telepflege

Besonders in ländlichen Regionen gewinnen telemedizinische Anwendungen an Bedeutung:

  • Videosprechstunden mit Ärzten
  • Fernüberwachung von Vitalparametern
  • Digitale Beratung von Patienten und Angehörigen

Diese Entwicklung erfordert von Pflegekräften nicht nur technisches Verständnis, sondern auch neue kommunikative Fähigkeiten.

Assistenzsysteme und Robotik

Intelligente Assistenzsysteme und Pflegeroboter unterstützen zunehmend bei:

  • Hebetätigkeiten und Transfers
  • Medikamentendispensierung
  • Emotionaler Betreuung (soziale Roboter)
  • Hol- und Bringdiensten

Pflegekräfte müssen lernen, diese Technologien sinnvoll in den Pflegeprozess zu integrieren.

Digitale Lernplattformen

Die Ausbildung selbst wird zunehmend digital unterstützt:

  • E-Learning-Module
  • Virtuelle Simulationen
  • Augmented Reality für praktische Übungen
  • Digitale Prüfungsvorbereitungen

Diese Tools ermöglichen ein flexibles, individuelles Lernen.

Fazit: Digitalkompetenz als Schlüsselqualifikation

Die Digitalisierung in der Pflege bietet große Chancen: Sie kann administrative Tätigkeiten reduzieren und mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung schaffen. Für angehende Pflegefachkräfte bedeutet dies jedoch, dass sie neben Empathie und fachlicher Expertise auch digitale Kompetenzen entwickeln müssen.

Moderne Pflegeschulen haben diese Entwicklung erkannt und integrieren digitale Inhalte in ihre Curricula. Auszubildende sollten diese Angebote aktiv nutzen und sich auch selbstständig mit neuen Technologien auseinandersetzen, um für die Zukunft des Pflegeberufs gerüstet zu sein.

Thomas Müller

Thomas Müller

Autor bei MedizinLernenPlus mit Expertise im Bereich medizinischer Ausbildungsberufe.